Leadership Steward
Der Leadership Steward hält die Qualität von Führung und Begleitung im System. Er sorgt dafür, dass Menschen entwickelt statt verwaltet werden und dass Wohlbefinden eine Architektur hat statt eines Programms.
Aufwand: 10 bis 20 %, je nach Organisationsgrösse
Outcome
- Jeder Mensch in der Organisation hat Zugang zu aktivierendem Entwicklungs-Coaching und Begleitung.
- Der geschützte Raum hält: Aus Coaching und Begleitung fliesst nichts in Beurteilung oder Messung.
- Der People Lifecycle läuft als klarer Prozess vom Recruiting bis zum Offboarding.
- Wohlbefinden hat eine Architektur; Kulturarbeit läuft über Struktur, Gefässe und wiederholte Praktiken.
- Purpose und Core Values sind im Alltag verankert und gelebt; gesetzt und verabschiedet werden sie in S.
Themenfelder
- People Lifecycle
- Personaladministration, Arbeitsverträge, On- und Offboarding als Prozess, Recruiting.
- Coaching und Begleitung
- Aktivierendes Entwicklungs-Coaching, geschützter Raum, Begleitung in Veränderungssituationen, Konfliktklärung und Mediation. Die Coaching-Arbeit halten FlowCoaches: Core-Jobs oder Joblets unter diesem Anker, ohne jede Bewertungsmacht.
- Culture und Wohlbefinden
- Wohlbefindens-Architektur, Community-Gefässe, Kulturarbeit, Verankern und Leben von Purpose und Core Values, Gesundheits- und Absenzbegleitung.
Gestaltung und Ausführung
| Themenfeld | Der Steward gestaltet | Ausführung liegt bei |
|---|---|---|
| People Lifecycle | Rahmen des Lifecycles: Prozessstandards von Eintritt bis Austritt, Recruiting-Rahmen (Candidate Journey, Kandidatenprüfung nach Nähe, Kompetenz und Betroffenheit) | Anker People Lifecycle: Personaladministration, Verträge, On- und Offboarding; Recruiting als Core-Job darunter. Der Einstellungsentscheid liegt als normativer Akt bei S, mit Vorarbeit aus F |
| Coaching und Begleitung | Coaching-Leitplanken: aktivierendes Entwicklungs-Coaching, geschützter Raum, Urteilsfreiheit, Konfliktgrenze (Zwischenmenschliches in die Begleitung, Sachkonflikte ans HGD), Improvement-Schnittstelle | Anker Coaching und Begleitung, ausgeführt durch FlowCoaches: Formate und Frequenz des Angebots, Methodenwahl im aktivierenden Rahmen, Besetzung der Coaching-Arbeit, Qualitätsentwicklung, Durchführung von Begleitung und Mediation |
| Culture und Wohlbefinden | Rahmen der Kultur- und Wohlbefindens-Architektur: Gefässe, wiederholte Praktiken, Verankerung von Purpose und Core Values | Anker Culture und Wohlbefinden: Community-Gefässe, Kulturarbeit, Gesundheits- und Absenzbegleitung (Case Management, Wiedereingliederung) |
Vorgeschlagene Anker-Core-Jobs
- People Lifecycle
- Personaladministration, Arbeitsverträge, On- und Offboarding als Prozess. Darunter Recruiting als Core-Job. Der Einstellungsentscheid liegt als normativer Akt inklusive Finanzprüfung bei S, mit Vorarbeit aus F, entlang dem Prozess von L. Abgrenzung: fachliches Onboarding bei M, Lohnentscheide und Salärbänder bei S.
- Coaching und Begleitung
- Coaching-Angebot, geschützter Raum, Begleitung in Veränderungssituationen, Konfliktklärung und Mediation. Die Coaching-Arbeit halten FlowCoaches ohne Bewertungsmacht. Zwischenmenschliche Konflikte brauchen Begleitung; Sachkonflikte zwischen Jobs löst das HGD. Hier gilt die harte Trennungsregel zu S.
- Culture und Wohlbefinden
- Wohlbefinden als Architektur, Community-Gefässe, Kulturarbeit, Verankern und Leben von Purpose und Core Values, Gesundheits- und Absenzbegleitung. Die normative Seite der Arbeitssicherheit liegt bei S, die Eventlogistik bei Interne Services in F.
Befugnisse auf Design-Ebene
- Setzt Leitplanken, Rahmen und Freiheitsgrade seines Buchstabens; sie gelten sofort.
- Hält das Veto bei Leitplankenverletzungen neuer Core-Jobs.
- Schneidet die Anker-Struktur seines Buchstabens; neue Core-Jobs entstehen mit der Governance.
- Übernimmt die Prozessführung der Governance-Prüfung als zweite Rückfallebene, wenn Accountability Steward und Segmentation of Power Steward in einer Person liegen und der Flow Steward nicht übernehmen kann.
Drift-Schutz
Wer begleitet, beurteilt nicht. Aus Coaching und Begleitung fliesst nichts in Beurteilung oder Messung, und dieser Steward wird nicht zu klassischer Führung, HR-Administration, Kulturkampagne oder verdeckter Bewertung. Die einzige harte Personenkombinationsregel des Modells gilt hier: L und S liegen nie in einer Person. Coaching kann aus einem Performance-Improvement-Programm heraus vereinbart werden; die Inhalte bleiben im geschützten Raum. Der Coach stellt der Governance gemeinsam mit der betroffenen Person den erarbeiteten Lösungsweg und die nächsten Schritte vor. Beurteilt wird die Leistung an den Zahlen, nie das Coaching.
Kompetenzen
- Coaching-Architektur
- gestaltet aktivierendes Entwicklungs-Coaching, seine Leitplanken und seine Grenzen.
- People-Lifecycle-Gestaltung
- rahmt die Prozesse von Recruiting bis Offboarding so, dass sie begleiten statt verwalten.
- Kultur-Architektur
- versteht Kultur als Wirkung von Struktur, Rollen und wiederholten Praktiken und gestaltet sie über Gefässe.
- People-Diagnostik
- liest People-Signale, Rückmeldungen und Kulturspannungen als Frühhinweise, ohne Personen zu bewerten.
- Entwicklungsübersetzung
- übersetzt Erkenntnisse aus Psychologie, Coaching und Teamdynamik in wirksame Praktiken.
Stärken
- Potenzialorientierung
- erkennt Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten von Menschen und Teams frühzeitig.
- Beziehungsfähigkeit
- schafft Vertrauen und Verbindung über Rollen und Bereiche hinweg.
- Reflexionsfähigkeit
- hinterfragt Annahmen, Wirkungen und Muster und fördert Lernen.
- Ambiguitätstoleranz
- hält Spannungen, Unsicherheit und widersprüchliche Perspektiven konstruktiv aus.
- Mut zur Rückmeldung
- spricht Spannungen und unbequeme Beobachtungen offen und konstruktiv an.