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FLAIMS · Pillar 6/6

Segmentation of Power

Macht sichtbar, gewichtet, prüfbar.

Entscheidungen fallen dort, wo das Wissen sitzt. Wer misst, wird nicht gemessen. Und du weisst bei jeder Entscheidung, warum du sie fällen darfst.

Was dieser Buchstabe bedeutet

Im Buchstaben drin S

Segmentation of Power macht Macht zu etwas, das man anschauen kann. Jede Entscheidung bekommt ein Gewicht im Gravity Decision Model: Feather, Stone, Boulder, Mountain. Leichte Entscheidungen fällt jeder selber, schwere werden mit den Betroffenen geformt und im Entscheidungslog festgehalten. Und die Governance prüft das System: kühl und mit Zahlen, nie gegen die Person. Was sie findet, wird zum Signal. Konsequenzen zieht S, Begleitung gibt L, und beides bleibt getrennt. Die härteste Regel des ganzen Modells steht hier: Messung, Prüfung und Beurteilung liegen nie in der Hand des Gemessenen.

Das Problem, das gelöst wird

Die Falle

Unsichtbare Macht konzentriert sich. Die grossen Entscheidungen fällt, wer gerade im Raum ist, und später kann niemand mehr nachvollziehen, warum. Und in fast jeder Firma prüft der CEO das System, das er selber gebaut hat. Das ist keine Prüfung.

Wie es funktioniert

Mechanik

  • 01Der Segmentation of Power Steward setzt die Leitplanken für Governance, Strategie, Finanzen sowie Beurteilung und Vergütung. Er macht Machtkonzentration und Rollenkonflikte sichtbar und sanktioniert nie selber.
  • 02Gravity Decision Model: Feather fällt jeder selber. Stone fällt, wer die Kompetenz auf Mastery-Stufe hat. Boulder und Mountain werden mit den Betroffenen geformt und protokolliert.
  • 03Governance als eigener Anker-Core-Job: challenged und verabschiedet Core-Jobs, behandelt Signale, misst und steuert. Prüfbar wie jeder andere Core-Job, im Vier-Augen-Prinzip.
  • 04Sachkonflikte zwischen Jobs entscheidet ein HGD der Betroffenen. Zwischenmenschliches geht in die Begleitung bei L. Die Governance-Befunde bleiben Systembefunde.
Evidenz

In Forschung verwurzelt

Jede Quelle mit einem kurzen Satz dazu, was sie tatsächlich sagt.

  • Ostrom (1990), Governing the Commons

    Komplexe Systeme werden am besten in mehreren, klar abgegrenzten Entscheidungsarenen gesteuert, nicht von einer zentralen Instanz. Entscheidungen gehören auf die Ebene, die das Wissen hat und die Folgen spürt.

    Was das nicht klärt: erforscht an Gemeingütern; die Übertragung auf Firmen ist Analogie.

  • Montesquieu (1748), Gewaltenteilung

    Langlebige Institutionen verteilen das Regelsetzen, das Ausführen und das Prüfen auf verschiedene Organe. Dieselbe Logik stabilisiert Firmen.

    Was das nicht klärt: politische Theorie, keine empirische Forschung über Unternehmen.

  • Laloux (2014), Reinventing Organizations

    Dokumentiert reale Fälle verteilter Entscheidungen und den Preis, den fehlende Struktur kostet.

    Was das nicht klärt: Fallstudien; viele dieser Firmen lösen Führung auf, FLAIMS hält sie sichtbar.

  • Hinweis: FLAIMS-eigene Konstrukte wie Steward, Anker-Core-Job, Core-Job, Joblet, FlowCoach, Gravity Decision Model und die Lernkette sind Entwicklungen des Modells aus der Praxis, keine zitierte Forschung.
Was sich für euch ändert

In der Praxis

Du weisst, welche Entscheidungen deine sind, wer sie prüft und warum. Macht ist kein Geheimnis mehr, und niemand beurteilt sich selber.

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